Die Frauenkirche, das Wahrzeichen der Stadt Dresden, gilt als Symbol für Frieden und gemeinschaftlich orientiertes Denken rund um den Globus. Nach ihrer Zerstörung im Februar 1945 begann im Jahre 1994 unter der Leitung der „Stiftung Frauenkirche Dresden“ der Wiederaufbau. Mit internationaler Unterstützung und privaten Spenden wurde die Kirche bis zum Jahr 2005 wieder vollständig hergestellt.
Zur Geschichte: Der Ursprung des protestantischen Kuppelbaues geht auf die kleine romanische Kirche „Zu unseren lieben Frauen“ aus dem 11. Jahrhundert zurück. Diese über die Jahre mehrfach umgebaute Kirche entsprach durch ihren Bauzustand und die Größe nicht mehr den Bedürfnissen der Zeit. So fällte der Rat der Stadt 1722 den Beschluss, eine neue Kirche zu bauen. Mit der Planung wurde der Ratszimmermeister und Architekt George Bähr beauftragt. Nach vier Jahren der Planung wurde sein Entwurf am 26. Juni1726 von der Stadt genehmigt. Finanziert wurde der Bau vorwiegend aus Spenden der Dresdner Bürger. Am 28. Februar 1734 wurde der Innenraum mit einer großen Feier geweiht. Der Weiterbau der äußeren Kirche wurde zunächst aufgeschoben. Zu dieser Zeit veröffentlichte George Bähr seinen Plan, die Kuppel massiv aus Stein zu bauen. Dies stieß aber zunächst auf arge Bedenken. Doch Bähr hatte einen mächtigen Fürsprecher in August dem Starken. Aber es gab einen zweiten guten Grund für die Dresdner, die Kuppel aus Stein zu fertigen. Die Bedachung in Kupfer war teurer als der Sandstein, den man direkt vor den Toren Dresdens gewann. Am 27. Mai 1743, knapp fünf Jahre nach dem Tod George Bährs, vollendete man den Monumentalbau schließlich durch Aufsetzen eines Kuppelkreuzes. Das besondere an dem Entwurf von Bähr war nicht nur die komplett steinerne Kuppel. Dies hat man auch noch bei zwei anderen Kirchenbauten in Europa (z.B. der Dom von Florenz). Das faszinierende war die konkave Form der Kuppel, welche an eine Glocke erinnert. Dies ist einzigartig auf der Welt und brachte dem Gebäude den Namen „Die Steinerne Glocke“ ein.
Öffentliche Führungen finden täglich statt.
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Neumarkt
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